Also schlussfolgere ich, dass jeder Schüler anders lernt, und eine Lernmethode, die ich anwende, durch jeden Schüler anders gebrochen (also angenommen) wird, da jeder eigenen Erfahrungen im Lernen in seinem Leben gemacht hat. Würde ich seine Lerngeschichte kennen, würde ich die vorgegebene Lernmethode und seine Lerngeschichte und Erfahrungen abstimmen und koennte ihn so im Lernen begleiten. Also sollte ich vor dem Methodenanwenden die Lerngeschichten meiner Schüler kennenlernen. Übrigens, wenn ich mich auf den Schüler in seiner Gesamtheit konzentriere – Mimik, Gestik, Körperhaltung –, also alles Nonverbale aufsauge, habe ich schon die halbe Miete rein. Also dem Schüler eine Aufgabe geben und ihn wertungsfrei beobachten…
Das können Mitschüler genauso. Ich verlagere meine Machtposition und gebe etwas Macht und Wissen an Schüler ab. Lehrer wollen gern Recht haben (interpretiertes Verhalten) und wollen keine Macht abgeben. Notengabe, Tadel, Verweise, Fehler rot kennzeichnen…
* Ernst von Glasersfeld
