Wer bin ich?

Rolf Bauer. Ich war 43 Jahre Lehrer. Sport und Biologie. Meine Schüler waren traurig, als ich ging. Es ging ums Lernen und um mich. Oder das Lernen hat ihnen durch mich sehr viel Spaß gemacht. Sie wollten gar nicht aufhören zu lernen. Es ging oft sehr spielend zu, Neues zu entdecken.

Nicht immer gingen meine Schüler zufrieden aus dem Unterricht. Ich hätte mich gefreut, irgendwas zu erfahren wie das wohl geht, die Kinder fürs Lernen zu begeistern, so dass sie auch bei schwierigem Stoff sagen: „Mal sehen, was sich er heute wieder Spannendes einfallen lässt.“, oder: „Schwieriger, langweiliger Stoff? Nicht bei Herrn Bauer!“

Keiner meiner Kollegen hat mir einen Tipp gegeben, wie man die Schüler zu motiviertem Lernen und zum Lernerfolg bringt. Es war wie ein Geheimnis. „Bei mir lernen die Schüler. Das ist an den (Prüfungs-)Ergebnissen sichtbar.“ Waren die Ergebnisse schlecht, dann waren die Schüler nicht für die Schulart geeignet, waren einfach zu doof, konnten den erlernten Stoff nicht anwenden… Das waren oft die Antworten auf meine Fragen. Fix, fertig, aus!

Dabei wäre ich für Tipps dankbar gewesen. 

So habe ich lernen müssen, dass das Verinnerlichen der Lernprozesse auch bedeutet, Erfahrungen zu machen, zu experimentieren, zu analysieren und auszuwerten, sich also um das Lernen als solches zu bemühen. Sich selbst grundlegende Fragen zu stellen. Angewandte Lernmethoden zu hinterfragen, Feedback einzuholen. Erst dann entsteht für mich selbst ein Pool an Möglichkeiten, Unterricht zu gestalten und auf jeden Schüler individuell einzugehen. Es entstehen neue, individuelle Grundsätze für die Stoffvermittlung und das ebenso individuelle Lernen der Schüler.

Viele Jahre Praxis später kann ich mit ruhigem Gewissen sagen, dass Grund- oder Leitsätze für mein Tun entstanden sind, die den meisten Schülern zum Erfolg verhalfen. Dabei muss nicht der Leitsatz gesagt werden, sondern mit erfahrungsträchtigen Inhalten versehen werden. So denke ich. Beim Lesen der folgenden „Leitsätze“ tut sich ja eigentlich nichts auf. Es sind sogenannte „Schlaue Reden“, „Phrasen“, „Hohles Geschwätz“… Zumindest für diejenigen, die solche Sätze, die sie mal gehört haben, einfach nachschwätzen. Es fehlt die Umsetzung, der Inhalt. Deshalb will ich einfach meine Leitsätze mal aufzählen um sie dann mit etwas Inhalt füllen (nach oben offen und wünschenswert durch die vom Leser mitgeteilten eigenen Erfahrungen und Inhalte – was heißt: füllt die Website mit euren Erfahrungen aus und wir haben alle neugierig gelernt!):